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Dienstag, 7. August 2012

Schweinehund "review".

Für alle, die im Falle Schweinehund (klick) "mitgefiebert" haben, möchte ich jetzt fairerweise nochmal kurz den aktuellen Stand durchgeben, bevor ich die Akte endgültig beiseite lege. 

Und zwar war es so, dass diese Person existiert, welche zwischen mir und einem geliebten Menschen stand. Jedesmal, wenn man sich gesehen hat, gab es Frust, Ärger, negative Schwingungen, Streit und auch viele Tränen. Daher hab ich für mich selbst beschlossen, diese Person zu kontaktieren, den ganzen Grusel zu beenden. Ich habe ihr lang und ausführlich geschrieben, meine Gefühle offenbart, gesagt, was mich bewegt - und mich entschuldigt, dass auch ich nicht immer ganz fair war. Keinerlei Beschuldigungen oder Anforderungen, obwohl noch immer so viel Wut in mir steckte. Was für mich den größten Schritt bedeutete... Nun gut. Mail formuliert, unter Herzklopfen abgeschickt und ein paar Tage gewartet. Keine Antwort, gar nichts... Ein paar Tage später klicke ich doch noch einmal auf meine Nachricht, um zu sehen ob ich die Antwort vielleicht nur übersehen habe?! Und da war sie... die Antwort. Eine von Facebook generierte, automatische Nachricht:


"You can no longer message [...xy...]."  


Danke dafür. Das war im ersten Moment (!) vielleicht ein Schlag ins Gesicht. Diesen Schritt zu gehen hat mich absolute Überwindung gekostet und die ausgestreckte Hand wird einfach so abgewehrt. Mit dem Nehmen der einzigen Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Ok gut... Was lerne ich nun daraus? Ich sollte es trotz Allem nicht bereuen, über meinen Schatten gesprungen zu sein, wenn diese Person über nicht genug Souveränität und Größe verfügt, auf dieses Friedensangebot einzugehen - dann liegt der Fehler nicht (mehr) bei mir. So viel dazu... Ich habe getan, was ich in diesem Fall tun konnte. Mehr geht nicht.

Manchmal glaube ich, dass das Leben einem solche Stolpersteine in den Weg legt, damit man daran wachsen und reifen kann. Mit 1 1/2 Jahren ist dieser Stolperstein zwar eher ein gefühlter "Stolpergletscher", aber ich sage mir, dass es nicht ganz umsonst gewesen sein wird. Auch wenn es nicht ganz so verlaufen ist wie erhofft, bin ich froh und stolz, es wenigstens probiert zu haben. Und wer weiß... Sollte jemals wieder eine solche Situation auf mich zukommen, dann werde ich besser damit umzugehen wissen, als bisher. Ich bin sicher, dass das Ganze nicht umsonst passiert ist.

Und jetzt genug dazu, dieses Kapitel meines Lebens ist hoffentlich für immer und ewig abgeschlossen und ich kann mich wieder den schönen Dingen des Lebens zuwenden. Die nächsten Einträge werden dann von der Grundstimmung hoffentlich wieder ein wenig fröhlicher, ich bin auf dem besten Wege dahin!!

Bis bald! :*



Nachtrag: In dem Moment, als ich den Post veröffentlicht hab, kam eine SMS mit den Worten "Ich liebe dich". Das Leben scheint sich für seinen Stolpergletscher entschuldigen zu wollen und zu zeigen, dass alles richtig ist, so wie es ist! Danke...

Freitag, 27. Juli 2012

Schweinehund.

Warum gibt es oft solche Tage, an denen man am liebsten sterben würde? Ich ärgere mich über etwas. Über mich selbst. Über eine andere Person. Und das seit geschlagenen 1 1/2 Jahren. Und ich schaffe es einfach nicht, die Stärke zu beweisen, darüber zu stehen. Dabei würde das allen helfen - nicht zuletzt mir selbst am meisten. So oft sag ich mir, HEUTE mach ich einen Cut. Jetzt fang ich von vorn an. Jetzt lass ich all das hinter mir, worauf sich all mein Ärger und all meine Wut projezieren, aber ich kann es einfach nicht. All das bündelt sich in dieser einen Person und wenn ich sie sehe und auch nur ihren Namen höre, verliere ich wieder völlig die Fassung. Ich lasse mir zeitweise all meine Lebensfreude dadurch verderben, aber ist es das wirklich wert? Auf dem Blog der lieben Leni (klick) habe ich diesen wunderbaren Text gefunden:


"Sein inneres Kind zu bewahren ist so furchtbar schwierig. Aber nicht unmöglich. Es geht nicht nur darum, ins Getränk zu blubbeln. Sich so viele Süßigkeiten in den Mund zu stopfen, dass man nicht mehr reden kann. Wie Pippi Langstrumpf andersrum im Bett zu schlafen, wenn man dazu Lust hat. Bibi Blocksberg zu hören. Und selber Wassereis zu machen. – Das habe ich zum Glück alles noch drauf.
Aber es geht um mehr: Unvoreingenommen Menschen kennenzulernen. Keine Angst vor morgen zu haben und gestern nicht nachzutrauern, weil man nur den Moment lebt. Sich Emotionen zuzugestehen: Freude, Trauer, Wut, Enttäuschung. Sich gegen Jungs durchzusetzen, und denen, die man blöd findet, gegens Schienbein zu treten. Zu tanzen als ob niemand zusieht und zu singen, als ob niemand zuhört. Egoistisch zu sein, wenn es drauf ankommt und nicht darüber nachzudenken, wie das wohl bei anderen ankommt. Seine Meinung zu sagen und auf seinem Recht zu beharren, ohne, dass es einem unangenehm ist.
Das alles sind Dinge, die man irgendwann vergisst. Aber nicht vergessen sollte."


Besonders das "Unvoreingenommen Menschen kennenzulernen" in abgewandelter Form ist das, worauf mein Problem zurzeit basiert und woran ich arbeiten muss. Aber dieser kleine Text hilft mir erstmal wieder einen Tag zu beginnen, an dem ich mir die Chance gebe, mit mir selbst Frieden zu schließen. Ich hoffe, diesmal hält es länger an.


Patentrezept zur Bekämpfung von Lebenskrisen? Bitte hier einwerfen!

Sonntag, 19. Februar 2012

Der Freak in mir...

Kennt ihr das auch? Dass man sich selbst Steine in den Weg legt, indem man Dinge tut, von denen man genau weiß, dass man sich selbst und auch dem anderen damit wohl eher schadet, als Gutes tut? Und trotzdem hat man sich nicht unter Kontrolle. Ich habe oft diese Momente, wo ich genau weiß, wie es richtig wäre zu handeln. Und trotz allem bin ich unvernünftig und mach das Gegenteil von dem, was mir mein Kopf als vernünftig und richtig vorschreibt. So geht es mir oft auch in Beziehungen. Eigentlich bin ich keine regelmäßige Sex and the City-Schauerin, hab nie sonderlich viel davon gehalten. Aber ich habe Carrie und ihren Mädels noch eine Chance gegeben und finde es doch gar nicht so entsetzlich, wie erst befürchtet. Und genau an diesem, eben oben beschriebenen Tag, endete meine Folge mit einem Zitat, welches definitiv in meine Sammlung der treffendsten und "schönsten" (natürlich in einem anderen Sinne...) Zitate eingehen wird:




 "Das war der Tag also, an dem ich dem Freak in mir ins Auge sah. Dem Kontrollfreak. Der furchterregenden Frau, deren Angst ihren Verstand aufgefressen hatte. In Wahrheit sind es also nicht nur die Männer. Wir alle sind Freaks. Jeder Mensch wird von Zeit zu Zeit ein Freak. Aber wir geben nicht auf. Wir müssen es so sehen: Irgendwo da draußen gibt es einen anderen kleinen Freak, der uns lieben wird und uns verstehen wird und unsere drei Köpfchen streicheln wird, wenn es uns einmal nicht so gut geht." 


 Danke, Carrie, für diese wunderbare Motivation!